{"id":360,"date":"2018-05-10T18:05:45","date_gmt":"2018-05-10T16:05:45","guid":{"rendered":"http:\/\/lukasadrian.net\/?p=360"},"modified":"2019-01-03T11:36:10","modified_gmt":"2019-01-03T10:36:10","slug":"6-italien-jede-bellezza-hat-ihre-macken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lukasadrian.net\/?p=360","title":{"rendered":"#6 Italien, jede bellezza hat ihre Macken"},"content":{"rendered":"<p>Schlecht geschlafen, hatte wohl Reisefieber. Morgens zusammengepackt, gefr\u00fchst\u00fcckt etc. und konnte gegen 09:30 Uhr los. Kurz durch Vicenza gefahren, einige Fotos gemacht, bisschen Aufmerksamkeit gesammelt und es ging Richtung Meer! Ja, ich habe mir eine Route mit einem Umweg erstellt, da ich das Meer sehen wollte.<br \/>\nGl\u00fccklich, zufrieden, \u00fcberladen und voller Kraft spr\u00fchten die Kilometer nur so hin. \u00dcber D\u00f6rfer, Schotterwege, wo ich Panik bzgl. meiner Reifen bekam, das alles bei k\u00fchlen 23 bew\u00f6lkten Grad. Das Endziel war ein Camping-Platz mit Eco-Garten.<\/p>\n<p>Ich finde es sowas von toll, wenn man solche alten Geb\u00e4ude sieht, ich kann mir so was von gut vorstellen, wie es damals hier ausgesehen haben muss. All die Leute die hier rumliefen etc.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050958_41801113132_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><!--more-->Grinsend und pfeifend fuhr ich, bis der Magen sich mit &#8222;Hunger!&#8220; meldete. Also hielt ich grinsend nach ca. 50 km an. Die ganzen Stra\u00dfen waren sehr leer, da heute halt 01. Mai war.<br \/>\nIch schmiss den Benzinkocher an und machte zufrieden Spaghetti, a\u00df zuviel davon und fuhr weiter Richtung Meer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050961_41843800641_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>\u00dcberfressen fuhr ich gl\u00fccklich weiter. Als ich nun endlich am Meer ankam, sah ich keins. Nur ein paar Kan\u00e4le und Boote. Ein Fischer meinte, ich solle noch ca. 15 km weiter fahren, da w\u00e4ren Touristen und ein Strand. Mein Grinsen ging ein wenig runter. Egal, ich fuhr die wirklich stark befahrene Landstrasse auf dem Standstreifen weiter und versuchte mich dem Wasser zu n\u00e4hern so wie es ging. Es sa\u00dfen auch ein paar knapp bekleidete junge Damen auf ihren St\u00fchlen an den Seitenstrassen an denen ich auch entlang fuhr. Die konnten sich meinem Charme kaum wiedersetzen und riefen mir was zu. Sie mussten so gut ausgesehen haben, dass immer wieder Autos bei ihnen gehalten haben. Doch ich hatte es nicht n\u00f6tig, sie riefen mir was zu \ud83d\ude42<br \/>\nDas Meer war leider nirgends sichtbar und zum Touristenstrand wollte ich nicht unbedingt. Egal, morgen vielleicht. Also ging es Richtung Camping-Platz.<\/p>\n<p>Nach weiteren ca. 20 km&nbsp; (insgesamt ca. 95 km gemacht), als ich an all den Villen vorbei (jedes Haus hei\u00dft hier glaube ich Villa) am Campingplatz angekommen bin, war ich \u00fcberrascht, wie toll es hier ist. Nein, nicht toll wegen Luxus etc., es ist ein wenig wilder, wie von Aussteigern gemacht.<br \/>\nSelbstgemachten Wein trank ich erstmal f\u00fcr 1 EUR (ein Glas), den n\u00e4chsten bekam ich kostenlos. Wahrscheinlich, weil ich einfach nur am richtigen Ort war. In der K\u00fcche wurde ich direkt in Unterhaltungen reingeschoben, nach 5 Min. schon zum Essen eingeladen und kam kaum zum Zelt.<br \/>\nAm Zelt wachsen viele Obstb\u00e4ume, hier sind auch viele andere G\u00e4rten etc. Nun sitze ich hier am Rechner im Gemeinschaftsraum, wo ein Herr, der mir ein Glas Wein geschenkt hat auch sitzt. Neben mir (1 m entfernt) steht ein 5 Jahre junges Fohlen.&nbsp;Es ist hier alles so gar nicht perfekt, eher zusammen kombiniert, schwer zu erkl\u00e4ren, einfach die Bilder schauen. Aber hier f\u00fchle ich mich richtig richtig richtig wohl. Genau das ist mein Ding, viel Natur, ein wenig Chaos, viele Freiheiten, tolle und sehr offene Menschen, alles eher alternativ, alles richtig gemacht.<br \/>\nOk, der Pool lenkt ein wenig ab, aber egal, es kommen auch andere Leute, die so was m\u00f6chten, hier hin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050966_41801219992_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050967_40036958990_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050968_27975022888_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050969_27975018518_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050970_26975261067_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Wer das Rasenm\u00e4hen satt hat, kann auf diese Variante umsteigen:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050987_41850832731_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Da ganz hinten ist mein Zelt, hinter den ganzen Obstb\u00e4umen<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050965_40944668925_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Abends sa\u00df ich mit ein paar G\u00e4sten hier, einem Wei\u00dfrussen, einem P\u00e4rchen aus Neuseeland, dann kam ein Kanadier hinzu. Sp\u00e4ter schaute noch ein Belgier rein.<br \/>\nIm Zelt konnte ich nicht gut schlafen, vielleicht lag es an meinem Kissen (meine Fleecejacke). Es hat auch fast die ganze Nacht geregnet, aber daran lag es nicht. Morgens fr\u00fchst\u00fcckten wir zusammen.<\/p>\n<p>Morgens bekam ich auch ein Ticket kostenlos f\u00fcr Venezia und die anderen Inseln, einfach so \ud83d\ude42<br \/>\nIch redete noch 2 &#8211; 3 Stunden mit einem Mitarbeiter und dann ging es los. Alles voller Touristen, darunter sehr viele aus Polen. Ich wollte eigentlich auf die Insel Burano, aber das Ticket war noch zwei Stunden g\u00fcltig und ich h\u00e4tte ca. 10 EUR daf\u00fcr bezahlen d\u00fcrfen. Auf dem Weg nach Hause, naja, Lukas halt \ud83d\ude00<br \/>\nIch stieg in den Bus von Venezia nach Maestro Centro, dort richtig umgestiegen. Ich wollte Via Castello oder so \u00e4hnlich aussteigen. So hei\u00dft die Stra\u00dfe, nur leider steht das irgendwie fast \u00fcberall. Also stieg ich an der falschen Haltestelle aus. In den n\u00e4chsten Bus eingestiegen, es waren ja laut GPS nur knapp 4 km, die 1 &#8211; 2 Haltestellen fahre ich noch. Naja, der Bus bog ab und ich landete am Krankenhaus. Egal, eben mit GPS zum Zeltplatz gelaufen, es waren ca. 3,5 km. Zum Gl\u00fcck hatte ich eine email offline auf meinem Handy gespeichert, in der die Adresse vom Platz stand, ansonsten h\u00e4tte ich nicht mal die Adresse vom Camping-Platz gewusst :D. Aber irgendwie h\u00e4tte ich es auch so wieder hingeschafft.<br \/>\nHier noch ein paar Fotos aus Venedig. Als Beweis, dass ich die gemacht habe, gibt es nichts vom San Marco Platz, da war ich n\u00e4mlich nicht:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050972_41133721014_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050974_41850790451_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050976_41133741864_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050977_40044128920_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050985_41808190452_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Abends sa\u00dfen wir wieder in der K\u00fcche und unterhielten uns, bis der Schlaf \u00fcber uns kam.<\/p>\n<p>Am Morgen hat es ein wenig geregnet, das Zelt war von au\u00dfen na\u00df. Ich beschloss noch eine Nacht zu bleiben und buchte direkt in Triest (2 Tage von hier bei Venezia) ein Hostel f\u00fcr 1 Tag (20 EUR mit Fr\u00fchst\u00fcck, leider teuer). Danach wird aber endlich preiswert gelebt \ud83d\ude42<br \/>\nIch musste noch ein paar Kleinigkeiten erledigen, W\u00e4sche, den alten Schlauch flicken, Route erzeugen, mich um meine Oldtimer-Versicherung k\u00fcmmern, etc.<\/p>\n<p>Meine Route von Venezia nach Triest f\u00fchrte nicht direkt nach Triest (ca. 150 km), sondern \u00fcber einen Umweg am Meer entlang (ca. 175 km). Ich wollte unbedingt mit dem Rad zum Meer! Erster Versuch ist ja gescheitert, aber das wird schon sicherlich klappen, dachte ich mir.<\/p>\n<p>Die ganze Nacht hat es geregnet und gedonnert. Gegen 09:00 Uhr kam endlich die Sonne raus.<br \/>\nAlso ging es los, aber zum Meer!!!<br \/>\nLeider hatte ich einen st\u00e4rkeren Gegenwind, wie so oft w\u00e4hrend der Fahrt. Ich kann mich nur einmal an R\u00fcckenwind erinnern. Also k\u00e4mpfte ich mich wieder mal von km zu km. \u00dcber schlechte Schotterwege, langweilige Strassen kam endlich, endlich das Meer! Dachte ich, mal wieder. Es war eine lange Langune, ein Naturschutzgebiet mit vielen V\u00f6geln, einem sehr langen Weg und Gegenwind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050990_40104602760_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050991_28041685938_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050992_41012276805_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Das richtige Meer war weiter, also ging der Kampf auch weiter. Nun zogen leider auch noch dicke Wolken auf und der Wind wurde noch st\u00e4rker, so dass das Fahren sehr langsam voran ging. Unter dem Dach einer Pizzeria versteckte ich mich. Bis dahin war ich nur 56 km gefahren. Ich muss an diesem Tag ca. 80 km schaffen, damit ich am n\u00e4chsten Tag nicht allzu viel machen muss. Nur diese 56 km waren schon so hart, dass sie sich wie 100 anf\u00fchlten.<br \/>\nIch stand da unter diesem Dach, total ersch\u00f6pft, noch 120 km bis Triest. In solchen Momenten denke ich an die h\u00e4usliche W\u00e4rme, mein Sofa oder ein Bett. Ich zitterte sogar.<\/p>\n<p>Als nach ca. 1 1\/2 Std. der Regen aufh\u00f6rte, ging es weiter. Immer noch auf der Suche nach dem Meer. Als ich angeblich schon am Ziel ankam, waren dort nur Ferienh\u00e4user, Camping-Pl\u00e4tze etc., alles umz\u00e4umt. Ich fand einen Weg Richtung Meer, ich kam immer n\u00e4her. Pl\u00f6tzlich sah ich einen Trampelpfad und blauen Himmel. Direkt hingegangen und da war es: DAS MEER!<\/p>\n<p>Immer noch Fettp\u00f6lsterchen, die gehen glaube ich nie wieder weg. Werden gaaanz langsam weniger \ud83d\ude00<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050998_41012559575_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1050999_41012557945_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Es war ein richtig emotionaler Moment f\u00fcr mich, die 2 Leute am Strand sahen ebenfalls meine Freude und sprachen mich direkt an, machten sogar Fotos von mir. Auf meinem Fahrrad-Tacho stand 1485 km, so weit bin ich also gefahren um diesen tollen Augenblick zu erleben. Bis dahin bin ich 65 km an diesem Tag gefahren.<br \/>\nIch h\u00e4tte sicherlich noch 2 Stunden an dem Strand verbringen k\u00f6nnen, es ging leider nicht. Ich hatte keinen Schlafplatz und auf dem Strand w\u00e4re es sehr sehr teuer geworden. Au\u00dferdem wollte ich noch nach Triest, um so schnell wie m\u00f6glich nach Slowenien zu kommen. Ganze 20 Minuten hat meine Freude gedauert, bevor ich los musste.<\/p>\n<p>Voller Freude f\u00fchlte ich die n\u00e4chsten 5 km keinen Gegenwind mehr, aber die Ersch\u00f6pfung \u00fcberkam mich dann doch. Ich schaute mich immer wieder nach guten Pl\u00e4tzen um, fragte in Bars nach, fragte an Bauernh\u00f6fen an, aber nichts. Nach ca. 1 1\/2 Std. Fahrerei gab mir eine Frau an einer Pizzeria den Tipp, dass es 4 km weiter eine vor 2 Jahren stillgelegte Pizzeria gibt. Ich solle es dort versuchen. Also hin gefahren. Geb\u00e4ude begutachtet, der Garten war ganz gut. Die Feuchtigkeit war total zu sp\u00fcren, M\u00fccken und Schnecken. Ich baute mein Zelt auf, kochte mir Spaghetti und flitze ins Bett. Geschlafen habe ich gut.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen war das Au\u00dfenzelt total feucht von der Feuchtigkeit. \u00dcberall auch Nacktschnecken. Also stand ich gegen 06:30 Uhr auf und ging an die Aufr\u00e4umarbeiten. Es war eine Sauarbeit, alles total feucht. Ich packte das nasse Zelt zusammen, das gef\u00fchlt doppelt so schwer war, und fuhr los. Sp\u00e4ter wusch ich mich richtig, fr\u00fchst\u00fcckte und fuhr weiter. Ganz leichter Seiten-\/Gegenwind waren zu sp\u00fcren. Der Weg f\u00fchrte fast nur \u00fcber eine Landstrasse, dennoch Klasse wie die Autofahrer hier reagieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1060004_40104647610_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Triest kam immer N\u00e4her, so auch die ersten wahrscheinlich slowakischen W\u00f6rter. Allerdings meldete sich auch mein Knie wieder. Auf dem Tretroller oder zu Fu\u00df h\u00e4tte ich das Problem sicherlich nicht. Es lag wohl an der Fahrt vom Vortag, wo ich knapp \u00fcber 90 km gemacht habe und noch Gegenwind hatte. Gef\u00fchlt waren es sicherlich 150 km.<br \/>\nDie Gegend, wo es anf\u00e4ngt h\u00f6her zu werden, scheint ein geschichtlich interessantes Gebiet zu sein. Nur mit dem Fahrrad, keine Chance. So kamen mir auch wieder die Gedanken, irgendwann zu Fu\u00df zu laufen, da man wirklich \u00fcberall hin kommt, keine H\u00fcrden. Allerdings m\u00fcsste man sich noch \u00f6fter einen Schlafplatz suchen oder man f\u00e4hrt ein wenig per Anhalter. Naja, mal schauen wie die n\u00e4chsten Wochen\/Monate werden.<\/p>\n<p>Es ging h\u00f6her, aber nicht unangenehm, war alles im Rahmen, bis ich auf einer Plattform stand. Ich w\u00fcrde NIE in so ein Haus einziehen wollen, ich finde es grauenvoll!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1060011_41012307225_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Weiter sah es so aus<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1060013_28041434478_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Meine Route f\u00fchrte mich noch mal eben 70 m mit ca. 25% Steigung hoch, anstatt sch\u00f6n auf der Strasse entlang. Aber oben angekommen, war ich gut drauf. Hatte viel Spa\u00df und genoss die Aussicht.<\/p>\n<p>Es ging auch ordentlich wieder runter<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1060022_41012304475_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Dann endlich im Hostel angekommen, keine M\u00f6glichkeit mein Zelt zu trocknen. Morgen findet hier zudem noch ein Marathonlauf statt, alles gesperrt. Ich m\u00fcsste also morgens recht fr\u00fch los. Ich werde wohl noch 1 Nacht hier bleiben und Italien meinen letzten Cent in Bar \u00fcbergeben. Das Hostel kostet 20 EUR mit Fr\u00fchst\u00fcck in einem 8-Bett Zimmer.<br \/>\nIch musste noch in die Stadt, da ich f\u00fcr morgen Essen brauchte (Supermarkt ist ca. 5 km entfernt) und f\u00fcr meinen Neffen musste ich noch eine Pizza essen. Die Innenstadt war randvoll.<br \/>\nAber ich kann langsam italienisch Fahrradfahren, d. h. man quetscht sich \u00fcberall rein, keiner sagt was. Manchmal wird man angel\u00e4chelt, die Leute weichen einfach aus. Nicht wie in Deutschland, wo man einen Anwalt auf dem Gep\u00e4cktr\u00e4ger mit dabei haben muss. Alles sehr locker, gef\u00e4llt mir.<\/p>\n<p>Route vorbereitet, es juckt in den Beinen und die Freude auf Slowenien und die weiteren L\u00e4ndern ist gro\u00df.<br \/>\nIn der Stadt traf ich heute noch jemanden, der seit ca. 2 Jahren auf dem Rad unterwegs ist. Er gab mir einige interessante Tipps und hat mich sowas von motiviert, dass ich kaum meine F\u00fc\u00dfe still halten kann. Er hatte sogar noch mehr Gep\u00e4ck als ich. Wer wei\u00df, vielleicht trifft man sich noch unterwegs, da er eine \u00e4hnliche Route f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Am selben Tag fand ich an einer wundersch\u00f6nen Ecke eine sehr gute Stelle um mein Zelt zu trocknen. Gegen\u00fcber einer Polizeistation auf einem kleinen St\u00fcck Wiese.<br \/>\nGanze 10 Minunten sp\u00e4ter standen zwei Beamte neben mir und gaben mir netterweise 10 Minunten Zeit um das ganze hier wegzur\u00e4umen. Doch ich sagte denen, ich m\u00f6chte hier nicht zelten, nur trocknen. Damit gaben sie sich einverstanden und zogen ab.<br \/>\nEs fand an dem Tag ein Marathonlauf statt, so dass ein paar Security-Beamte wegen der Strassensperren da waren. Keine 10 Minuten nach den Polizisten stand da schon eine Beamtin und fragte, was das hier sollte. Naja, altes Spielchen, ich m\u00f6chte es nur trocknen. Zum Gl\u00fcck war mein Zelt kurz darauf trocken, ich m\u00f6chte nicht wissen, wer sonst noch gekommen w\u00e4re, die Bundeswehr?<\/p>\n<p>Am Morgen ging es wieder los. Der Weg aus Triest war steil, 5 &#8211; 7 km und ich war bei ca. 380 m H\u00f6he, angefangenhatte ich bei Null.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/3-italy\/p1060024_40204501760_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Der Weg f\u00fchrte noch durch einige historische Regionen durch, f\u00fcr die man aber mehr Zeit ben\u00f6tigt. Daf\u00fcr br\u00e4uchte man wiederum Geld wg. Schlafplatz. Ich wei\u00df aber, dass ich noch an vielen historischen und tollen Orten vorbeifahren werde, aber ich werde auch viele tolle neue Orte kennen lernen.<\/p>\n<p>\u00dcber eine Landstrasse ging es wenige Kilometer weiter Richtung Slowenien. Recht unspektakul\u00e4r kam dann das Schild! Ich war wieder gl\u00fccklich, wie schon so oft \ud83d\ude00<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/4-slovenia\/p1060025_41111741355_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kleines Fazit zu Norditalien:<\/p>\n<p>Die Menschen sind super nett und versuchen zu helfen. Der Tourismus ist nat\u00fcrlich an vielen Stellen stark und davon leben viele Menschen. Es gibt sehr viele Weinfelder, die Richtung Osten weniger werden. Aber Wein ist hier Getr\u00e4nk Nr. 1. Oft auch selbstangebauter Wein. Eigene G\u00e4rten sind hier ebenfalls oft zu finden, mit viel Obst und Gem\u00fcse, daf\u00fcr nehmen sich die Italiener wohl viel Zeit. Die H\u00e4uschen sind immer umz\u00e4umt, der Garten ist halt perfekt. Dennoch ist selten jemand am Haus zu sehen, irgendwie schlie\u00dfen sich die Italiener im Haus ein, hm.<\/p>\n<p>S\u00fcdtirol ist \u00d6sterreich \u00e4hnlich, ein bisschen auch wie Bayern: Es gibt Weizenbier, Kn\u00f6del, Dialekt der dt. Sprache, man kommt sich kaum wie in Italien vor. Erst gegen Ende der Alpen wird es langsam italienischer.<br \/>\nDie Architektur ist gro\u00dfartig. Viele Geb\u00e4ude sind im altert\u00fcmlichen Stil erhalten worden, man kommt sich wie im Mittelalter vor. Die St\u00e4dte haben eine unglaublich tolle Altstadt, die auch stark vom Tourismus beherrscht wird. Die Stadtmauern oder T\u00fcrme sind immer noch gut erhalten, klasse!<br \/>\nAuf den H\u00fcgeln sieht man auch immer wieder Burgen, die eine beachtliche Macht ausstrahlen.<br \/>\nIn S\u00fcdtirol sind sogar noch Bunker zu finden.<\/p>\n<p>Nach einer Unterhaltung sagte mir jemand, dass die Schere zwischen Arm und Reich gro\u00df sei und es hart sei, f\u00fcr jemanden, der wenig verdient. Aber das ist halt der Kapitalismus, das w\u00e4re aber ein anderes Thema und ich m\u00f6chte mich nicht in Zorn schreiben.<\/p>\n<p>Die Strassen sind nicht alle super. Aber auf diese Problemchen werde ich immer wieder sto\u00dfen. Somit sollte man in Deutschland nicht zu viel meckern.<br \/>\nHin und wieder sieht man auch ein geschlossenes altes Firmengeb\u00e4ude oder ein verlassenes Haus, die Gr\u00fcnde kenne ich nicht.<br \/>\nRadwege gibt es hier recht viele. Nat\u00fcrlich nicht \u00fcberall und auch nicht perfekt gemacht, aber dennoch hat es mich \u00fcberrascht. Sogar \u00f6fter mit Pfeilen f\u00fcr welche Richtung, extra Wege \u00e4hnlich wie in Holland, toll!<br \/>\nDen Autofahrern merkt man an, dass sie auf die Radfahrer achten bzw. Erfahrung mit denen haben. Dennoch f\u00fchle ich mich mit gro\u00dfem Verkehr gestresst und ich mag das nicht. Vielen anderen Italienern ist es egal, sie kennen es halt so.<\/p>\n<p>Dennoch f\u00e4hrt man hier schon ein bisschen chaotischer auf dem Rad als in Deutschland. W\u00e4hrend mich in Deutschand ein Radfahrer fast von Weg rammte, da ich nach einer Baustelle immer noch nicht die Seite gewechselt hatte (Ordnung muss sein!), passiert hier sowas nicht. Man weicht einfach aus. Wie oft ich sowas hier schon sah, dass nicht jeder die Ordnung einhielt. Aber es st\u00f6rt die Leute nicht, es ist lockerer, was mir sehr entgegen kommt, ich mag so was halt.<br \/>\nGem\u00fcse und Brot wird immer mit den Plastikhandschuhen rausgenommen und gewogen. Plastikt\u00fcten sind alle BIO, wie ich es entziffern konnte, aufl\u00f6sbar also.<br \/>\nDie Tauben sind auch kleiner als die in Deutschland.<br \/>\nDie Kirchen sind oben alle offen, sehen altert\u00fcmlich sch\u00f6n aus. Au\u00dferdem h\u00f6rte ich auch bei einigen eine Melodie l\u00e4uten. Fand ich super!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schlecht geschlafen, hatte wohl Reisefieber. Morgens zusammengepackt, gefr\u00fchst\u00fcckt etc. und konnte gegen 09:30 Uhr los. Kurz durch Vicenza gefahren, einige Fotos gemacht, bisschen Aufmerksamkeit gesammelt und es ging Richtung Meer! Ja, ich habe mir eine Route mit einem Umweg erstellt, da ich das Meer sehen wollte. 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