{"id":3816,"date":"2019-07-25T12:36:47","date_gmt":"2019-07-25T10:36:47","guid":{"rendered":"http:\/\/lukasadrian.net\/?p=3816"},"modified":"2019-07-25T12:36:47","modified_gmt":"2019-07-25T10:36:47","slug":"31-philippinen-eindruecke-plaene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lukasadrian.net\/?p=3816","title":{"rendered":"#31 &#8211; Philippinen (Eindr\u00fccke, Pl\u00e4ne)"},"content":{"rendered":"<p>Ich verlie\u00df schweren Herzens Pandan, ich wollte oder musste weiter. Das n\u00e4chste Ziel war Caramoran. Dort gibt es die Toytoy Beach. Es waren ca 6 km, also versuchte ich mich zu Fu\u00df.<br \/>\nNach vielen Verabschiedungen war ich fast raus aus der Stadt, dann hielt ein Mann auf einem Roller neben mir an und fragte, wo ich hin m\u00f6chte. Bei so was bin ich immer skeptisch, da pl\u00f6tzlich eine hohe Summe verlangt wird (f\u00fcr diese kurze Strecke bis zu 200 Pesos, also ca 3,50 Euro). Doch er wollte mich nur aus Nettigkeit mitnehmen. Ich stieg auf und war recht schnell an einem von Bananenstauden und Kokosnusspalmen ums\u00e4umten Strand. Gleich die H\u00e4ngematte rausgeholt und mich einfach h\u00e4ngen gelassen. Schwimmen und mit ca 15 Kindern bzw Teenagern reden. Es war einfach toll!<\/p>\n<p>Ganz links meine H\u00e4ngematte, ich habe es geschafft! Meine Phantasiebilder wurden wahr!<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/17-philippines\/PSX_20190723_081832.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/17-philippines\/PSX_20190723_081626.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Mein Traum, dass meine H\u00e4ngematte unter Palmen h\u00e4ngt, war fast perfekt. Fast, weil die Palmen Kokosn\u00fcsse tragen, die schon mal eben aus 10m H\u00f6he runter fallen. Das k\u00f6nnte vielleicht ein wenig weh tun.<br \/>\nAlso mussten andere B\u00e4ume dran glauben.<\/p>\n<p>Wieder mal schweren Herzens verlie\u00df ich den Ort und machte mich Richtung San Andres auf, von wo aus die F\u00e4hre nach Caramaon schwimmen sollte.<br \/>\nEinen Tag verbrachte ich noch in San Anders, da die F\u00e4hre morgens schwamm. Ich fuhr anschlie\u00dfend vom Port f\u00fcr 200 Pesos nach Paniman, wo ich drei regnerische Tage verbracht habe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/17-philippines\/PSX_20190722_183213.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/17-philippines\/PSX_20190722_143517.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Am letzten Tag wurde ich von Bewohnern eingeladen, die den Geburtstag einer Frau im Rollstuhl feierten. Ich fand das toll, wie sich die Nachbarn um die Frau k\u00fcmmerten.<\/p>\n<p>Ich trank nichts, sang und tanzte dennoch mit ihnen. Sie erinnerten sich gut an mich, als ich ihnen und anderen Fischern am ersten Tag in Caramaon ca 3 Stunden beim Netze aus dem Meer ziehen aushalf.<br \/>\nMein Zelt stand an ihrer H\u00fctte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/17-philippines\/IMG_20190715_195049.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Den Ort verlie\u00df ich mit dem Versprechen, falls ich wieder mal in der Umgebung bin, sie zu besuchen. Inzwischen habe ich so viele Besuche versprochen, dass ich 2 bis 3 Wochen nur mit Besuchen besch\u00e4ftigt sein werde.<\/p>\n<p>Erst mit dem Roller, anschlie\u00dfend dann direkt mit dem Bus ging es nach Naga, wo es nach einer einst\u00fcndigen Wartezeit, ca sechs Stunden weiter nach Lucena ging. Ich wollte auf die Insel Marinduque. In Lucena ging es irgendwie zum Port, wo ich die F\u00e4hre um 22:30 Uhr gerade noch erwischt habe, vier Minuten hatte ich noch \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Auf der Insel ging ich zum n\u00e4chsten Dorf und suchte mir bei leichtem Regen, im Dunkeln mit Stirnlampe einen Platz am Strand. Mein Zelt war voller feuchtem Sand und nass au\u00dfen, dazu feucht von innen.<br \/>\nManchmal ist es nicht einfach festzustellen, wie hoch die Flut kommt. Morgens gegen 6 Uhr sagten mir die Bewohner von Balanacan, die Flut w\u00fcrde mein Zelt \u00fcberschwemmen, langsam w\u00fcrde sie kommen. Unter den Augen der Bewohner, packte ich im Regen das nasse und sandige Zelt zusammen, lie\u00df mich zum Fr\u00fchst\u00fcck einladen und fuhr mit einem Bewohner, der mir helfen wollte, mit dem Jeepney nach Boac. Ich sagte ihm zu wieder zu kommen, um Hallo zu sagen. Unglaublich die Menschen.<br \/>\nIn Boac suchte ich mir ein Zimmer und blieb vier Tage vor Ort. Ich wollte keine Traumstr\u00e4nde sehen, mir waren die Menschen wichtiger und Infos \u00fcber das Leben hier.<br \/>\nIch ging nach vier feuchten Tagen im Zelt, zwei Tage duschen nur im Meer, in ein Guest House.<\/p>\n<p>Die Menschen sind unheimlich freundlich, hilfsbereit und zug\u00e4nglich. Geben viel, obwohl sie nicht viel haben. Doch leider trinken Philippinos gerne. Am liebsten ihren preiswerten 80%igen Gin. Die Gruppe trinkt nur aus einem Pinchen. Genau wie das Bier. Sie trinken aus einem Becher, der weiter gegeben wird.<\/p>\n<p>Ob sie gef\u00e4hrlich ist? Keine Ahnung<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/17-philippines\/PSX_20190722_143339.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Beim Spaziergang wird oft ein &#8222;Where do you go? gerufen. Ich antworte dann immer ausf\u00fchrlich, aber das ist wohl eher so etwas wie &#8222;How are you&#8220;, wo keine richtige Antwort erwartet wird. Aber mir egal, fragt mich einer was, antworte ich auch \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Die letzten zwei Tage auf den Philippinen waren hart f\u00fcr mich, da ich das Land verlassen musste. Zudem ich auch wieder mal neue Bekanntschaften gemacht habe.<br \/>\nEs ging nach einem kleinen Besuch bei Leuten, wo ich anfangs gezeltet habe, zur F\u00e4hre, dann mit dem Bus nach Manila.<\/p>\n<p>Selfies mal wieder \ud83d\ude00 dennoch eine sch\u00f6ne kleine Erinnerung<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/17-philippines\/IMG_20190720_185756.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/17-philippines\/IMG_20190717_080301.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Die Busse halten hin und wieder bei Restaurants an, wo man zur Toilette gehen und auch essen kann. Doch die Klimaanlagen sind sowas von kalt.<br \/>\nIch lud noch einen Motorradfahrer, der mich in Manila f\u00fcr 100 Pesos (2 Dollar) zum Hotel brachte, zum Essen ein. Geh\u00e4lter sind schlecht, dennoch sind die Menschen gl\u00fccklich in dem Land. Ich wei\u00df, ich wiederhole mich. Er freute sich nat\u00fcrlich \u00fcber die Einladung. Ich erfuhr auch etwas \u00fcber sein Leben bzw das in den Philippinen.<br \/>\nIm Hotel transferierten die mich in ein anderes, da sie Bauarbeiten hatten. Nat\u00fcrlich sollte ich f\u00fcr das Taxi zahlen, ca 5 Dollar. Ich lehnte ab und wollte die 3 km zu Fu\u00df laufen. Die Filipinos sind faul, 3 km oder gar 2 km sind ihnen zu weit zum Laufen.<br \/>\nNach ca 1 km, als ich mal wieder eine Polizeischranke \u00fcberqueren wollte, kam der Polizist zu mir. Es sei nicht erlaubt um diese Uhrzeit zu Fu\u00df zu laufen, da ich eine ID oder \u00e4hnliches ben\u00f6tige. Ich solle ein Tricycle nehmen (diese Motorr\u00e4der mit Seitensitz. Manchmal fahren sogar bis zu sieben Personen mit). Ich wollte nicht, da ich genug von diesen Fahrten hatte, zahlen, zahlen und zahlen und der Kampf um die Touristenpreise, dann auch nur f\u00fcr dieses kleine St\u00fcck. Der Polizist bestand drauf und sagte, ok, ich zahle es aus meiner eigenen Tasche. Ok, ich nahm mir ein Tricycle, aber f\u00fcr mein Geld. Es war zwar nur ein Euro, aber 50 Pesos im Vergleich zu anderen Preisen hier, ist viel. Ich vergleiche nichts mit deutschen Preisen, sondern mit den lokalen. Manchmal ist der Preis mehr als doppelt so hoch f\u00fcr mich. Ich bin kein Tourist mit einer dicken Geldb\u00f6rse, eher ein sparsamer Reisender. Dieses k\u00e4mpfen ist auf Dauer anstrengend bzw. ich bin es nicht gew\u00f6hnt. Genug Geheule, ich war im neuen Hostel, schlief eine Nacht und beschloss eine Entscheidung zu treffen: Ich streiche all meine Pl\u00e4ne f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr und komme f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit zur\u00fcck auf die Philippinen! Ich werde mich auch nach Arbeit als Programmierer ggf in Deutschland umsehen.<\/p>\n<p>Nun sollte es zur\u00fcck nach Vietnam gehen, Ho Chi Minh City, auch Saigon genannt.<\/p>\n<p>Kurze weitere Eindr\u00fccke:<br \/>\nSIM Karte von Globe, die man w\u00f6chentlich f\u00fcr 90 Pesos (ca. 2 Dollar) aufladen muss, ist derzeit das G\u00fcnstigste, doch manchmal ist Smart besser, also je nach dem wo man sich befindet. Globe bietet f\u00fcr diese Woche 2 GB an.<\/p>\n<p>R\u00fclpsen tut man auch gerne. Zudem ziehen die M\u00e4nner gerne die T-Shirts hoch, so dass der Bauch frei ist. Sieht witzig aus, wenn der Bauch recht dick ist, wie bei einer Schwangerschaft. Aber das habe ich in ganz S\u00fcdostasien beobachtet.<\/p>\n<p>Viele singen sehr gerne laut, Karaoke ist auch sehr beliebt.<\/p>\n<p>Essen ist lecker, aber fleischig. Oft schwimmt das auch in einer \u00d6lso\u00dfe. Zudem noch die fettige Schweinehaut. Oft wird auch Kokosnussmilch als So\u00dfe genommen, manchmal sogar nur Gem\u00fcse oder mit Jackfruit. Dennoch muss man als Vegetarier schon mal nach Essen suchen. Nat\u00fcrlich wird auch viel Fisch gegessen.<br \/>\nIn der Shopping-Mal, wo es viele Restaurants gibt, sind weit \u00fcber 90% des Essens fleischig.<br \/>\nIn den lokalen Restaurants kostet der Reis 10 Pesos (ca 20 Cent), ein kleiner Teller mit Fleisch oder Gem\u00fcse (das man zu selten findet) 40 Pesos (ca 80 Cent).<\/p>\n<p>Frauen werden sehr fr\u00fch schwanger, manchmal verabschiedet sich dann der Mann. Sonst haben Familien schon mal 6 oder mehr Kinder. Die j\u00fcngere Generation m\u00f6chte nicht mehr so viele Kinder, vor allem nicht in der Stadt. Kondome werden sogar kostenlos verteilt, habe ich geh\u00f6rt. Besser w\u00e4re es, da auf den Philippinen mehr als 80 Millionen Menschen leben.<br \/>\nDie meisten sind hier katholisch, Scheidung ist nicht erlaubt.<\/p>\n<p>Abends gegen 8 Uhr ist fast alles zu und die Stra\u00dfen oft recht leer. Die Leute gehen fr\u00fcher schlafen und stehen fr\u00fcher auf. Ob das in den St\u00e4dten\u00a0ebenfalls so ist, wei\u00df ich allerdings nicht.<\/p>\n<p>M\u00fcll ist auch hier ein Problem. Zudem w\u00fcrden die Philippinen mit M\u00fcll aus der ganzen Welt beliefert. Doch letztens gingen die Container zur\u00fcck, die m\u00f6chte man nicht mehr. Der Couchsurfer Erich in Boac, mit dem ich mich getroffen habe, sammelt t\u00e4glich recht viel M\u00fcll an einem kleinen Strandabschnitt ein. Da kommt schon t\u00e4glich einiges zusammen. Zudem merkt man, dass der Meeresspiegel steigt. Ein Strandhaus zu bauen scheint nicht sehr clever zu sein, falls man an unsere tolle Zukunft denkt.<br \/>\nIch habe immer mehr den Eindruck, als sei es zu sp\u00e4t unseren Planeten\u00a0noch zu retten, unser Planet ist halt eine kaputte M\u00fcllhalde.<\/p>\n<p>Alle Photos: <a href=\"https:\/\/lukasadrian.net\/index.php\/nggallery\/alles\/Philippines?page_id=2436\">Photos<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verlie\u00df schweren Herzens Pandan, ich wollte oder musste weiter. Das n\u00e4chste Ziel war Caramoran. Dort gibt es die Toytoy Beach. Es waren ca 6 km, also versuchte ich mich zu Fu\u00df. 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