{"id":489,"date":"2018-06-22T16:14:59","date_gmt":"2018-06-22T14:14:59","guid":{"rendered":"http:\/\/lukasadrian.net\/?p=489"},"modified":"2019-01-04T17:30:52","modified_gmt":"2019-01-04T16:30:52","slug":"13-griechenland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lukasadrian.net\/?p=489","title":{"rendered":"#13 Griechenland"},"content":{"rendered":"<p>Willkommen zur\u00fcck im Euroland! \u00dcber die Grenze r\u00fcber und schon fuhr ich \u00fcber eine recht leere Schnellstrasse in das erste Dorf hinein. Was mir direkt auffiel, die H\u00e4user haben einen anderen Stil: Fast alle sind wei\u00df!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060422_42186889814_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><!--more-->Meine Route f\u00fchrte mich ein wenig im Zick-Zack wechselnd zwischen der T\u00fcrkei und Bulgarien. Ich bekam einige Tipps von dem Guest House in Swilengrad.<\/p>\n<p>Nach dem ersten kleinen Dorf f\u00fchrte mich meine Route einige Kilometer \u00fcber zum Teil steinige und sandige Wege. Es war anstrengend, aber ich war gl\u00fccklich. Ich hielt mich dabei immer an der t\u00fcrkischen Grenze und fuhr zu einem Fluss.<br \/>\nDort ist ein Steg im Wasser, \u00fcber den man laufen muss. Das Wasser flie\u00dft \u00fcber den Steg, ist dabei ca. 20 cm tief und sch\u00f6n warm. Es ist zudem sehr glitischig, so dass ich nur langsam voran kam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060425_42186883844_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Es ging weiter durch kleine D\u00f6rfer mit den wei\u00dfen H\u00e4usern und dann kam der Hunger. Nun war ich halt schlau und wollte Geld sparen. Also ging ich in ein kleines Dorf zum essen. Ich holte mir 2 W\u00fcrstchen, einen Salat und was kleines zu Trinken. Dabei wurde ich fast 10 EUR los. Tat mir weh, aber das sind ganz normale Euro-Preise, an die ich mich wieder gew\u00f6hnen m\u00fcsste, wenn ich l\u00e4nger in Griechenland bleiben wollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060428_42856907082_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>In einem Kaffee bekam ich daf\u00fcr so viel Wasser kostenlos, wie ich haben wollte. Wasser fand ich \u00fcbringens seit Italien immer wieder am Stra\u00dfenrand. Immer wieder findet man einen Kran im Park oder am Stra\u00dfenrand. Seit meiner Reise wei\u00df ich Wasser sehr zu sch\u00e4tzen und merke, wie kostbar es doch ist. Verschwenden tue ich das kostbare Gold auf keinen Fall und gehe sorgsam damit um.<\/p>\n<p>Von Osten, an der t\u00fcrkischen Grenze, ging es nach Westen zur bulgarischen Grenze. Das waren ca. 20 km auf recht verlassenen Landstra\u00dfen. Die Sonne knallte ganz sch\u00f6n, doch der Fahrtwind hilft einem.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060429_42004465445_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Im westlichen Teil fing ich an mir einen Schlafplatz zu suchen und wurde an einem zum Teil ausgetrocknetem Fluss f\u00fcndig. Ich \u00fcbernachtete also in der N\u00e4he eines Dorfes, an einem kleinen Strand an einem Fluss. Wundersch\u00f6n war es!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060439_42857220642_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Ich rettete auch immer wieder Schildkr\u00f6ten von der Stra\u00dfe. Ich wei\u00df nicht wie viele ich schon gerettet habe. Aber warum laufen die nicht schneller r\u00fcber oder h\u00fcpfen mal eben vor den Autos weg? Naja, wie dem auch sei, ich hoffe das wird f\u00fcr einige eine Lehre sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060438_42856864332_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Am Morgen ging es dann von Westen wieder nach Osten in Richtung der Stadt Didimoticho, wo ich mir einige Ruinen aus dem Mittelalter angeschaut habe. Sehr fazinierend und f\u00fcr mich abenteuerlich!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060443_42187099854_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060445_42187088954_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060442_42905460361_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Die Stadt selbst ist durchzogen mit kleinen Gassen und Stra\u00dfen und hat noch alte Stadtmauern der Burg. Ist recht nett.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060449_42004638135_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Ich sa\u00df f\u00fcr eine kurze Auszeit an einer Tankstelle und trank teures Chemie-Wasser. Ich hatte ca. 60 km hinter mir und es war noch recht fr\u00fch. Bis zum Meer hatte ich noch ca. 70 km vor mir. Mir kam der Gedanke: versuche es einfach mal dahin zu kommen!<br \/>\nNun ging es nur noch Richtung S\u00fcden nach Alexandroupolis und dem Meer. Die breite Schnellstrasse bietete nicht viel, au\u00dfer Schlidkr\u00f6ten, die gerettet werden wollten und zog sich dementsprechend. Ich war ersch\u00f6pft, hatte Hunger und n\u00e4herte mich meinem pers\u00f6nlichen Rekord. Am kleinen Flughafen vorbei, erreichte ich endlich Alexandroupolis! An den Touristenbars vorbei ab zum Strand f\u00fcr eine Foto!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060450_41095084240_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Endlich! Wieder ein toller Moment f\u00fcr mich, wie schon so oft, aber gew\u00f6hnen m\u00f6chte ich mich nicht an tolle Momente, da der Genuss dann fehlen w\u00fcrde. Jedes tolle Ereigniss muss was eigenes sein, genau wie das hier.<\/p>\n<p>Ich fuhr dennoch wenige Kilometer weiter in das n\u00e4chste Dorf am Meer. Unterwegs holte ich noch kurz bei Lidl Abendessen und fuhr dann an den Strand zum Schlafen.<\/p>\n<p>Na, ist das nicht herrlich? Nach 129 km an einem Tag, dann so ein Abschluss!<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060451_41095078500_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Mein Ziel in Griechenland war Fanari, wo ich mich wieder mich Michael treffen w\u00fcrde. 80 km waren es bis dahin. Ich dachte mir, sch\u00f6n am Meer entlang fahren, hin und wieder schwimmen und grinsend ankommen. So sah das auch auf den ersten 10 km aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060453_29033142358_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060452_41095073140_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Bis dann die Berge kamen und ich \u00fcber Wanderwege ca. 3 Stunden mein Rad hoch und runter schieben durfe. Daf\u00fcr sah ich wundersch\u00f6ne Landschaften und war deswegen gl\u00fccklich. Ich \u00e4rgerte mich nicht \u00fcber den Weg, denn alles gleicht sich doch irgendwo wieder aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060454_29033135408_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060458_29033119228_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060466_42857049352_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060471_42905325071_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060468_41095001550_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060461_42004578355_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Die letzten Kilometer waren dann aber doch recht anstrengend, da ich durch das Schieben schlichtweg ersch\u00f6pft war. Dennoch wollte ich noch an diesem Tag ankommen. Der letzte Abschnitt ging auch leider durch Felder hindurch und so war jede kleine Anh\u00f6he sehr anstrengend. Es zog sich alles unglaublich.<br \/>\nEndlich dann in Fanari angekommen traf ich direkt Michael wieder. Ich ging erstmal in einem Touristen-Restaurant essen, da ich nur gefr\u00fchst\u00fcckt hatte und bestellte mir gro\u00dfz\u00fcgig frischen Fisch mit Pommes, Salat und ein Bier. Bezahlt habe ich 36 EUR \ud83d\ude00 Dennoch, es war nur ein Ausrutscher und eine Lehre. Doch ich hatte so einen Hunger, egal, ist vorbei \ud83d\ude42<br \/>\nDaf\u00fcr gingen wir danach noch herrlich schwimmen und anschlie\u00dfend wenige Kilomter weiter weg am Strand schlafen, wo ich nun die Nacht in der H\u00e4ngematte verbracht habe<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060473_42004543345_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/img_20180611_055423_29032988838_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag genossen wir die recht leeren Str\u00e4nde, gingen schwimmen, sonnen etc. und anschlie\u00dfend wieder in die H\u00e4ngematte zum Schlafen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060477_42905311841_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060479_42186934604_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Dennoch beschlossen wird Griechenland zu verlassen, da es schlichtweg zu teuer ist. Also fuhren wir am n\u00e4chsten Morgen Richtung Alexandroupolis, nur diesmal \u00fcber eine andere Route als die, die ich gefahren war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/img_20180612_124601_28036568267_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Als wir Rast an einer Bank machten, erhielten wir von einem Herrn eine Flasche kaltes Wasser, 2 Dosen Bier und eine T\u00fcte frische Oliven. Wow, die Oliven waren sowas von lecker und es waren so viele! Wie nett die Griechen sind, aber das ist ja bekannt.<br \/>\nWir sa\u00dfen so grinsend da, als 2 Radfahrer vorbei fuhren. Kurz darauf holten wir sie ein und fuhren dann gemeinsam zur n\u00e4chsten Schlafm\u00f6glichkeit am Strand.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/img_20180612_144431_28036563587_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/10-greece\/p1060485_29033000518_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Es waren Zakk aus den USA und Hannes (<a href=\"http:\/\/www.fahrradfernreise.de\">www.fahrradfernreise.de<\/a>) aus Deutschland.<br \/>\nWir verbrachten einen netten Abend, gingen ein wenig baden und legten uns auf den Strand zum schlafen.<\/p>\n<p>Beide sind recht fr\u00fch Richtung Istanbul gefahren, w\u00e4hrend wir ein wenig sp\u00e4ter Richtung \u0130psala (T\u00fcrkei) aufbrachen.<\/p>\n<p>Der Weg Richtung T\u00fcrkei war nicht gerade spannend, wieder die Schnellstrasse, die ich zuvor schon gefahren war, nur mit dem Unterschied, dass wir nun Richtung T\u00fcrkei abbogen. Hin und wieder \u00fcberholten uns auch ein paar Milit\u00e4rfahrzeuge, als dann die Grenze kam und das Kapitel Griechenland abgeschlossen wurde. Ich freute mich wie ein Baby auf die T\u00fcrkei :)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Willkommen zur\u00fcck im Euroland! \u00dcber die Grenze r\u00fcber und schon fuhr ich \u00fcber eine recht leere Schnellstrasse in das erste Dorf hinein. 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