{"id":714,"date":"2018-12-06T05:55:58","date_gmt":"2018-12-06T04:55:58","guid":{"rendered":"http:\/\/lukasadrian.net\/?p=714"},"modified":"2019-01-09T10:39:13","modified_gmt":"2019-01-09T09:39:13","slug":"21-iran-persischer-golf-und-fazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lukasadrian.net\/?p=714","title":{"rendered":"#21 &#8211; Iran, Persischer Golf und Fazit"},"content":{"rendered":"<p>Das sch\u00f6nste an Shiraz war die Fahrt aus Shiraz raus.<br \/>\nWir kamen aus Bandar Abbas an, schliefen gut im Bus, also fast die ganzen 9 Stunden. Ich bekam in einer Fr\u00fchst\u00fccksbar mein Omelett zum Fr\u00fchst\u00fcck und die Fahrt aus der Stadt, naja, dauerwinken war angesagt. Wir wurden sogar zum Reiten auf einem Pferd animiert. Mit dem Pferd durch die Mongolei, hm, Traum oder doch ein weiteres Ziel?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/p1080100_46102998401_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><!--more-->Kurz nach Shiraz fuhren wir durch D\u00f6rfer. An einigen Gesch\u00e4ften warteten Schafe und Ziegen in einem umz\u00e4unten Bereich auf ihre Schlachtung. Sicherlich kann man das Tier selber w\u00e4hlen und mal eben warten oder gar zugucken, wenn man viel davon braucht. Mir tat und tut der Anblick weh.<\/p>\n<p>Hier mal eine gl\u00fcckliche Ziege, diese wird glaube ich geschlachtet<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/45960587322_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Nach insgesamt 40 km wurden wir eingeladen. Es gab etwas zu essen und wir besuchten eine 2500 Jahre alte Br\u00fccke. Die Iraner sind stolz auf ihre Geschichte und m\u00f6chten den G\u00e4sten so viel wie m\u00f6glich mitteilen. Auch meine Meinung \u00fcber den Iran ist wichtig. Man sieht die Freude im Gesicht, sobald ich was nettes sage. Das Image ist halt wichtig f\u00fcr sie. Sie haben auch Angst davor, mit den kriminellen Islamisten in einen Topf geworfen zu werden. Deshalb fragen sie, was die Europ\u00e4er vom Iran halten oder was die Medien erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Die Frauen kochten und wir M\u00e4nner sa\u00dfen zusammen im Wohnzimmer am Abend. Wieder einmal die \u00fcbliche Rollenverteilung. Die Frauen a\u00dfen auch woanders. Aber sie d\u00fcrfen auch zur Arbeit gehen und studieren, wenn es f\u00fcr den Mann in Ordnung ist. Andere L\u00e4nder, andere Sitten. Mir gef\u00e4llt es nicht.<br \/>\nEs war dennoch ein sch\u00f6ner Tag, Danke daf\u00fcr und vor allem f\u00fcr das leckere Essen!<\/p>\n<p>Eingeladen werden wir \u00fcbrigens, glaube ich, t\u00e4glich, wenn wir auf den R\u00e4dern fahren.<\/p>\n<p>So sch\u00f6n wir am radeln waren, hielt uns die Verkehrspolizei an. Nach einer kurzen und scheinbar zum Teil lustigen Unterhaltung mit Ali wurden wir ca. 20 km von ihnen eskortiert. Grund daf\u00fcr war, dass wir wichtige Touristen sind die ihr Land bekannt machen. Da fragte ich mich, wieso die dann so kompliziert die Visa aush\u00e4ndigen? Naja, mir kommt der Iran eh recht kommunistisch vor, einiges erinnert mich wirklich an Polen damals. B\u00fcrokratie und wenig oder falsche Infos \u00fcber die Au\u00dfenwelt. So wird mir auch fast t\u00e4glich gesagt, wie toll Hitler doch sei. Nach einigen Nachfragen zu Hitler sagte man mir, die Iraner h\u00e4tten arisches Blut. Ok, das h\u00f6re ich auch fast t\u00e4glich. Darauf sind sie ganz stolz. Ich denke, sie wollen so viel wie m\u00f6glich mit Deutschland zu tun haben und so wird jede Gemeinsamkeit ganz hoch geschrieben. Doch die Iraner haben eine so stolze und tolle Geschichte, die m\u00fcssen sich nicht an Hitler binden. Zudem haben sie auch nicht alle Infos \u00fcber den Adolf, somit ist ihr Wissen auch begrenzt.<\/p>\n<p>Ok, zur\u00fcck zum Reiseblog.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_239382431633004_20181028_182613034_46009972521_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Als wir eine Ruine besichtigen wollten, waren drei j\u00fcngere Frauen an uns beiden Europ\u00e4ern interessiert. Wahrscheinlich h\u00e4tten wir sie nach kurzer Zeit heiraten k\u00f6nnen. \ud83d\ude00<br \/>\nKommt ab und zu vor, ob das manchmal Spa\u00df ist, wei\u00df ich nicht. Die waren aber wirklich interessiert \ud83d\ude00 Hier heiratet man einfach, nichts da mit Zusammensein.<\/p>\n<p>Am selben Tag brach Alis Speiche. Die Reparatur hat so lange gedauert, dass wir nur 40 km gemacht haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_239620247904215_20181028_183133634_44194298060_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Wir wollten dann in Firuzabad im Park schlafen, aber Jugendliche haben uns keine Ruhe gelassen: Fotos, Hello, etc. Also gingen wir ins Hotel. Wir beschlossen, dass ich von nun an aus Polen komme, damit die Reaktionen nicht zu heftig ausfallen. Polen kennt man, interessiert aber keinen. Au\u00dfer vielleicht wegen  Lewandowski und Volleyball.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag machten wir ca. 100 km Richtung Jam, das insgesamt 180 km entfernt war. Es gab kaum D\u00f6rfer unterwegs, so dass wir jede bzw. die einzige Einkaufsm\u00f6glichkeit nutzten. Ca. 80 km vor Jam schliefen wir hinter einem kleinen H\u00fcgel an der Stra\u00dfe. Morgens beim trocknen unserer Zelte lief ein Rudel Ziegen durch unseren Platz hindurch. Alle sch\u00f6n nach der Reihe oder als P\u00e4rchen. Kurz in mein Zelt geschnuppert, am Baum die Bananenschalen gefunden und verputzt und weiter ging es. Die Glocken klangen wie eine Melodie und meine Stimmung war wunderbar danach. Der Hirte kam auch zu guter letzt.<\/p>\n<p>In Jam, wo wir eigentlich im Park schlafen wollten, nahmen wir dann doch eine erst abgelehnte Einladung von jemandem an. Ein 3 st\u00f6ckiges Geb\u00e4ude, nur f\u00fcr uns allein. Als Ali fragte, wo man in Jam Falafel kriegt, war unser Gastgeber innerhalb von einer Minute weg um Falafel zu besorgen. Es gab nat\u00fcrlich auch Tee, der uns extra in der Thermoskanne gebracht wurde. Es war wohl Safrantee.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag war ein Feiertag, es gab Essen und Getr\u00e4nke kostenlos. Viele liefen im schwarzen Gewand einen Berg hinauf. Viele Iraner wandern auch in den Irak an dem Tag. Einige Iraker wandern sogar mehrer Tage. Ich wei\u00df leider nicht mehr wohin genau, es k\u00f6nnte aber ein Grab sein.<\/p>\n<p>Auf dem Weg Richtung Jam<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_239830134439135_20181028_183503520_45098371615_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_240073223335292_20181028_183906609_45960603392_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr Bl\u00f6dsinn ist immer Zeit<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/img_20181029_114951_45960587362_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Wir mussten warten, da es laut Polizei angeblich zu voll war auf der Strasse. Also warteten wir auf der Strasse. Dann durften wir 500 m weiter und es hie\u00df wieder warten. Es waren wirklich nicht viele da, die Panikmache brachte mich in Rage. Dann mussten auch noch unsere P\u00e4sse fotografiert werden, kommt hin und wieder vor. Nachdem Autos und Motorr\u00e4der die Stra\u00dfe wieder erobert hatten, mussten wir zur Sicherheit immer noch warten. Touristen sollen sehr wichtig sein. Als ich das geh\u00f6rt habe, drehte ich mich respektlos um, setzte mich hin und schaute sonst wohin. Als die Polizisten vorfuhren, setzen wir uns auf die R\u00e4der und fuhren einfach los. 500 m weiter war unsere Abbiegung. Die waren aber abgelenkt und sahen uns nicht. Weg waren wir. Die Iraner machen oft so eine Panik: gef\u00e4hrliche Tiere, gef\u00e4hrliche Menschen, etc.<\/p>\n<p>Es waren nur 30 km bis Bandar Siraf. In der Stadt angekommen, direkt ab ins Meer! Fast 30 Grad warmes Wasser, herrlich!<\/p>\n<p>Der sch\u00f6nste Fernseher der Welt. Daf\u00fcr w\u00fcrde ich freiwillig GEZ zahlen<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_383944405464680_20181107_213134690_44194025470_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Als wir ankamen, a\u00dfen wir erst eine Wassermelone und tobten wie kleine Kinder im Wasser. Es war sowas von herrlich!<br \/>\nAli besorgte sp\u00e4ter noch kostenlos Essen, da Feiertag war und wir verbrachten den Tag in Siraf. Die Stadt soll sehr alt sein, ein gro\u00dfer Teil ist durch ein 7 t\u00e4tiges Erdbeben versch\u00fcttet. So wurde mir das erz\u00e4hlt. Es ist noch eine Burg und eine Ruine zu bestaunen.<\/p>\n<p>Wir schliefen in einem kleinen Park. Morgens waren mehr Zelte im Park. Typisch Iran, immer wieder zelten die Leute. Wunderbar sowas. Ist auch kostenlos, es gibt Wasser, Toiletten und oft Grillst\u00e4nde in den Parks.<\/p>\n<p>\u00d6lraffinerie, die war aber gewaltig gro\u00df<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_383766513098810_20181107_212836797_45098183185_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Mal was nebenbei: In einem gro\u00dfen Garten, den wir uns anschauten, fragten mich die Arbeiter, ob ich deren Pfeife probieren wollte. Diese Art von Pfeife war mir neu. Es war eher ein Rohr. Der Tabak ein br\u00e4unlicher oder schwarzer Klumpen. Ich zog zweimal so gut ich konnte. Bedanke mich und ging. Ich wurde kurz darauf ganz schl\u00e4frig. Zum Gl\u00fcck verging die Schl\u00e4frigkeit nach einer halben Stunde. Sp\u00e4ter erfuhr ich, es war Opium. Wir alle lachten dar\u00fcber.<br \/>\nF\u00fcr die, die es schrecklich finden: Alkohol ist auf derselben Stufe wie Opium, beides ist verboten. Also ist beides schlimm, wie es aussieht. Nur weil Alkohol in Europa erlaubt ist, muss es nicht besser sein.<\/p>\n<p>Auf einem Abschnitt bei der Weiterfahrt zog ich mich hin und wieder zur\u00fcck, um mit meiner Musik eine wundersch\u00f6ne Strecke zu genie\u00dfen. Es waren 48 Grad in der Sonne, tolle Ausblicke, Baden im Meer und wieder zelten am Meer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_383607581024027_20181107_212557865_45960412082_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_383392633473276_20181107_212222918_31070803487_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Ich lie\u00df meine Gedanken wieder laufen, u. a. was im Winter wird? Wie s\u00e4he mein Leben aus, wenn ich zur\u00fcckkehren sollte? Usw.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_382700856432394_20181107_211051141_32138970028_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_382615661226853_20181107_210925945_45098288895_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_382533185962145_20181107_210803470_46009794611_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Wir schliefen wieder im Zelt am Meer am n\u00e4chsten Tag. Die Entfernungen zwischen den D\u00f6rfer sind hier gr\u00f6\u00dfer, so dass wir ausreichend Wasser mitf\u00fchren m\u00fcssen. Durch die Steppe zur linken, Meer zur rechten, an Kamelen vorbei, h\u00fcpften wir schon mal \u00fcber den steinigen Weg.<br \/>\nIm Dorf, als ich die 12, 13 etc Jahre alten Kinder auf den Mofas sah, sp\u00fcrte ich eine Ersch\u00f6pfung, da ich keine Lust auf Menschen hatte. Gleich fahren alle neben einem her, man wird beobachtet, begutachtet und ausgefragt. Doch es sind Kinder und das Strahlen und die Freude in ihren Gesichtern gibt Kraft. Vor allem wenn ein ganz kleiner Junge grinsend und stolz mit seinem Minirad neben einem herf\u00e4hrt. Die bekommen immer mehr Aufmerksamkeit von mir. Das h\u00e4tte auch ich in dem Alter sein k\u00f6nnen. Der kleine blonde Lukas auf seinem Fahrrad. Dann die kleinen winkenden M\u00e4dchen. Hin und wieder hat eine schon ein Kopftuch auf. Ein paar sind sch\u00fcchtern, ein paar schreien Hello, lachen und winken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_383313785131327_20181107_212104069_44194079990_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Am Strand angekommen, sah ich einen Rochen aus dem Wasser springen. Viele gr\u00f6\u00dfere Krabben gibt es hier ebenfalls am Strand. Doch wie immer \u00fcberw\u00e4ltigt mich die wundersch\u00f6ne Aussicht auf den M\u00fcll. Jedes Mal tut mir das total weh und es kotzt mich extrem an.<br \/>\nAber dazu am Ende mehr.<\/p>\n<p>Die Menschen hier im S\u00fcden sind oftmals von der Hautfarbe her dunkler. Die D\u00f6rfer haben mindestens eine Moschee, die man schon von weitem sehen kann. Es gibt halt mehr Araber hier, das ist auch an der Kleidung sichtbar. Einige sind sogar ziemlich dunkel.<\/p>\n<p>Jeden Tag dasselbe<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_382968532680000_20181107_211518817_32138970928_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Oder komische Fische<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_382824629410419_20181107_211254914_31070813197_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Wir beschlossen am n\u00e4chsten Tag auf die Insel Kish zu fahren.<\/p>\n<p>Die F\u00e4hre hatte durch den starken Wind eine kleine Versp\u00e4tung von ca 14 Stunden. Wir verbrachten also den ganzen Tag im Hafenbereich. Vor der Abfahrt standen fast 50 Autos schlange, alle wollten auf die kleine F\u00e4hre. Nach ein wenig Chaos, da die F\u00e4hre von wo anders aus ablegte als gedacht und alle Autos wenden mussten, konnten wir ablegen.<br \/>\nEine Stunde sp\u00e4ter, also gegen 1 Uhr waren wir in Kish.<\/p>\n<p>Kish hat fast nichts gemeinsam mit dem iranischen Festland, es ist wie Kleindubai, Hotels, kein M\u00fcll, Hochh\u00e4user, Palmen, moderne Autos, einigen Frauen f\u00e4llt gerne das Kopftuch herunter, M\u00e4nner \u00f6fter mit kurzen Hosen. Es gibt bei der Einfahrt grenzartige Kontrollen.<\/p>\n<p>Wir blieben 3 Tage hier. Ali, der Mann mit dem riesen Herz, musste leider zur\u00fcck fliegen. Er war ziemlich fertig deshalb. Er flog direkt von Kish nach Teheran. So eine Reise war f\u00fcr ihn fast wie ein Traum, den er sich erf\u00fcllen konnte. Freut mich, dass wir im helfen konnten. Alles Gute, wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt. Ich werde ihn vermissen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_382083239323463_20181107_210033524_31070872957_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_382010835252761_20181107_205921119_46009837101_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_381916311639047_20181107_205746596_45285802304_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Kish mit der F\u00e4hre wieder zu verlassen war gar nicht so einfach. Die Tickets konnten wir nur mit einer bestimmten Erlaubnis kaufen. Diese bekamen wir in dem B\u00fcro f\u00fcr Foreign. Erst dann konnten wir am Hafenterminal Tickets nach Bandar Charak kaufen.<\/p>\n<p>Die Fahrt war schei\u00dfe, Klimaanlage auf voll und sch\u00f6n eng. Zum Gl\u00fcck waren es nur 1 1\/2 Stunden.<br \/>\nIn Bandar Charak, als wir zum Park fuhren um zu schlafen, wurden wir von einem englisch sprachigen Mann eingeladen. Wir a\u00dfen zusammen und fr\u00fchst\u00fccken ebenfalls gemeinsam. Als er uns stolz das Dorf zeigte, fragte er sich, warum in dem Dorf die n\u00e4chste und dann so eine \u00fcberdimensionale Moschee gebaut wird, es gibt ja schon sehr viele hier, anstatt ein Krankenhaus? Die Moschee sollte wirklich riesig werden.<br \/>\nDas Thema bzw. solche Fragen h\u00f6rt man immer wieder. Das Geld wird nicht dort rein gesteckt, wo die Menschen es wollen. Aber geh\u00f6rt habe ich auch, dass das Geld f\u00fcr die Moscheen zum Teil von den Arabern kommt. Ob das alles stimmt, wei\u00df ich nicht.<br \/>\nMit viel Dankbarkeit verabschiedeten wir uns. Wieder war aber die Rollenverteilung zu sehen, Frauen im Haushalt und nur unter sich, M\u00e4nner ebenfalls unter sich. Zum Abschied sah ich kurz alle zusammen.<\/p>\n<p>Wir fuhren weiter Richtung Qeshm, die Insel auf die wir wollten. Wir badeten unterwegs, es gab sehr viele kleine Stachelrochen. Mitsamt den langen Stachel hatte sie bestimmt 50 cm, wow.<br \/>\nUnterwegs war dann Schluss mit Internet, Irancell blockte uns mal wieder. Da aber zwei Tage Feiertage waren, der darauffolgende Tag ein Freitag war (im Vergleich zu Europa ist der Freitag wie Sonntag) , mu\u00dften wir drei Tage warten, bis wir uns bei Irancell neue Karten besorgen konnten.<\/p>\n<p>Steinig und Sandig<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_381773108429623_20181107_205523392_45098328115_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Fischerboote<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_381700410173817_20181107_205410694_45098338675_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Mal wieder \u00d6l<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_1577824104032_20181116_193153829_45960207372_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>60 km vor dem Hafen zu Qeshm, als wir in einem Ort schlafen wollten, holte uns ein junges Ehepaar zu sich nach Hause. Beide sprachen englisch und es war richtig toll mit ihnen. Beide sehr offen und sie leben nicht nach dem \u00fcblichen Schema: Familie gr\u00fcnden, Haus kaufen, Rollenverteilung, so wie es die Eltern erwarten. Sie sparen ihr Geld immer, um in die Welt zu verreisen. Zum ersten Mal h\u00f6rte ich auch nicht iranische Musik, es war Bob Dylan mit Blowing in the wind, herrlich! Sehr toll die beiden.<br \/>\nDie Musik hier im S\u00fcden ist \u00fcbrigens oft sehr von der afrikanischen beeinflusst. Allgemein kommt mir hier einiges afrikanisch vor, selbst die Kleidung der Frauen manchmal.<\/p>\n<p>Das Bild ist gegen die Sonne, Zwei sch\u00e4mten sich und wollten nicht vor die Kamera. Es lief Musik, sie sangen und tanzten fast<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_1224795304375_20181116_192600800_45960246842_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Zwei Tage blieben wir bei ihnen. Danke f\u00fcr alles!<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur F\u00e4hre kam ein Mann aus einer einsamen H\u00fctte am Stra\u00dfenrand und wartete auf mich. Michael war zu weit vorne. Er winkte mich zu sich. Er hatte einen l\u00e4nglichen Bart und war traditionell ganz in wei\u00df gekleidet. Er dr\u00fcckte mir eine T\u00fcte in die Hand und ging zu seinem Auto, das an der H\u00fctte stand. In der T\u00fcte war kaltes Mineralwasser und zwei Eis. Ich guckte ihn an, lachte, winkte der in eine Burka gekleideten Frau ebenfalls zu und bedankte mich. Beide winkten zur\u00fcck und sie fuhren los. Sie hatten extra angehalten, gingen in den kleinen Laden, nur um uns Wasser und Eis zu kaufen.<\/p>\n<p>Mit der F\u00e4hre ging es kostenlos auf die Insel Qeshm und dann in die Stadt Qeshm. Es gibt hier ein paar gro\u00dfe Einkaufscenter, Hotels, dennoch viel angenehmer und preiswerter als Kish.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/p1080227_45285616714_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>In einem Handyladen haben beide Jungs unsere SIM Karten wieder zum Laufen gebracht. Beide funktionierten seit mehreren Tagen nicht mehr. Im Iran muss das Telefon registriert werden. Unsere wurden inzwischen geblockt, da von Anfang an im Iran Irancell nie richtig funktioniert hat. Es wurde immer wieder was kombiniert, Karten getauscht, linke Karten vergeben, damit das irgendwie bei uns lief. Nun war Ende. Ist aber normal bei Touristen oder deren Telefonen. Wir bekamen ein altes Handy ausgeliehen, das wir als Accesspoint nutzten. Wie dem auch sei, es ist lahmarschig.<\/p>\n<p>Wie \u00fcberall im Iran, Fastfood ohne Ende. Restaurants mit viel Werbung an den Fenstern von Fisch, dort gibt es nur Fischkebab, sonst Kebab, H\u00fchnchen, immer nur dasselbe. Am Abend ist die Auswahl in Qeshm gr\u00f6\u00dfer, da die Siesta vorbei ist. Ab 20 Uhr sind dann wirklich alle Restaurants offen. Die Speisekarten sind leider aber selten auf Englisch.<\/p>\n<p>Was zur Bezahlung im Iran:<br \/>\nBezahlt wird auch oft mit der Karte: einfach die Karte geben, laut die PIN sagen und fertig. Der Verk\u00e4ufer tippt alles ein. Undenkbar in Deutschland. Wir zahlten eh alles in Bar, unserer Kreditkarten funktionieren im Iran nicht.<\/p>\n<p>In Qeshm Stadt blieben wir vier Tage, wir kamen irgendwie nicht weg. Couchsurfing Host war doch kein Host, Come to my home Einladung war doch keine Einladung. Iran blockte halt unsere Smartphones komplett und ich kriegte wegen \u00dcberfressung leichtes Fieber und schlief einen ganzen Tag. Dennoch war die Zeit im Park super. Ich lernte eine tolle Familie aus Teheran kennen und sp\u00e4ter auch einige per Anhalter Reisende.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/img_20181113_063825_44201789330_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/img_20181114_070514_44201792280_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Dann ging endlich auch unsere Fahrt um die Insel los. Nach 30 km waren wir allerdings m\u00fcde und machten &#8222;kurz&#8220; Siesta in der H\u00e4ngematte. Als wir aufwachten, wurde es langsam dunkel und wir gingen ein paar Meter weiter zum Strand, um dort die Zelte aufzuschlagen. Dabei trafen wir auf zwei Caravan Fahrzeuge, aus Holland und Deutschland. Direkt wurden wir eingeladen und wir verbrachten zu sechst einen tollen Abend. Sch\u00f6n so viele Gleichgesinnte bzw nicht im System lebende zu treffen. Es brachte mir Freude Leute zu treffen, die nicht nach dem Standardschema leben wollen. Ein paar von denen waren eher Ausrei\u00dfer, die mich fasziniert haben.<\/p>\n<p>Stars Valley auf Qeshm Island<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_1292259239922_20181116_192708264_44193855460_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_1518376605357_20181116_193054381_45285456974_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Als wir uns am n\u00e4chsten Tag vom Motorboot aus Delphine anschauten, kamen viele Emotionen bei mir hoch. Ich war richtig gl\u00fccklich, als die so neben einem h\u00fcpften. Die Natur hat so viel tolles zu bieten. Dennoch wird aus Geldgeilheit und Faulheit so vieles verpestet. Ich habe echt Angst vor China, wenn ich die farbigen Ozeane sehen muss. Das verkrafte ich wohl nicht. Mir macht auch das fischen hier Sorge, es wird so viel gefischt, hat das Meer echt so viel zu bieten. Falls ja, wie lange?<\/p>\n<p>Schlechte Fotos, ich lerne ja noch<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/p1080245_32138849598_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_940737263702_20181116_192116742_45960262642_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Wie dem auch sei. Als wir kurz auf einer kleinen Insel halt machten, kam mir meine alte Idee wieder hoch, einfach auf einer kleineren Insel ein kleines Bambus H\u00e4uschen hinzustellen und gl\u00fccklich zu sein. Eigener Garten, immer Sommer, interessierte h\u00fcbsche Frauen gibt es hier auch viele, ok, aber erst mal Reisen. \ud83d\ude42 Mal sehen, vielleicht in S\u00fcd Ost Asien? Dennoch, meine Reise hat zwar ein Ziel (Vietnam, Laos, ungef\u00e4hr), denn ohne ist es halt schwierig, es ist aber auch ein Neuanfang in meinem Leben. Dazu kann auch geh\u00f6ren, dass ich irgendwo sesshaft werde. Deutschland reizt mich \u00fcberhaupt nicht, das schon seit l\u00e4ngerem. Aber ich kann mir eigentlich keine Meinung bilden, so lange ich keine Vergleiche habe, ich habe halt nur in Deutschland gelebt. Ich bin dennoch \u00fcberzeugt, dass ich woanders gl\u00fccklicher werden w\u00fcrde. Ein Leben, wo das Leben im Vordergrund steht. Tr\u00e4umen muss man.<\/p>\n<p>Kinder auf ihrem Spielplatz, dem Strand<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/p1080263_46009649751_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Wir trafen am n\u00e4chsten Morgen Eric, einen Franzosen, der schon viel mit dem Rad gereist ist und nun nur f\u00fcr ein paar Monate unterwegs nach Oman ist. Ggf sieht man sich wieder, da wir \u00e4hnliche Pl\u00e4ne haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_428471704887_20181116_191244476_44193952490_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Park auf der Insel. Im Hintergrund sieht man eine H\u00fctte, dort zelten die Iraner gerne<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_868165345084_20181116_192004170_45285525834_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Als wir in einem Park am Strand schlafen wollten, kamen vier Kinder zu uns. Kurz darauf legten sie sehr routiniert eine selbstgemachte Falle aus um einen Fuchs zu fangen. Drei St\u00fcck laufen hier im Park herum. Eines der Kinder zeigte uns noch sein Messer, um den Fuchs wahrscheinlich zu t\u00f6ten und sonst was. Verhindern w\u00fcrde nicht helfen, da sie am n\u00e4chsten Tag wiederkommen w\u00fcrden. Zum Gl\u00fcck waren sie erfolglos. Ich war nicht dabei, das Elend konnte ich mir nicht ansehen. Tolle Erziehung! Macht weiter so, Tiere sind ja eh nichts wert.<\/p>\n<p>Zwei Jungen n\u00e4herten sich uns ganz sch\u00fcchtern. Als sie eine Krabbe gefangen haben, waren sie aber schnell bei uns<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/p1080270_32138826278_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Salzh\u00f6hle<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_488306509552_20181116_191344311_45098083415_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_664407572454_20181116_191640412_32138767018_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Ob das in Europa erlaubt w\u00e4re? Es war sehr eng<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_597202348625_20181116_191533207_32138780508_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Kinder werden von der Schule abgeholt<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_42389326843359_20181123_221804625_45105651435_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Ein Vogel<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_42627190128528_20181123_222202488_32146257998_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Wird in Deutschland immer noch \u00fcber Farben bei Zutaten diskutiert? B\u00f6ses rot, gutes Gr\u00fcn?<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_9788455525118_20181117_182909334_31065112097_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Leider konnten wir die Mangroven nicht sehen, es war Ebbe<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_42432578879488_20181123_221847877_45293051964_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>In Qeshm Stadt angekommen gammelten wir herum. Ich lie\u00df meine Zeltstange reparieren, wir <strong>schlossen die Regierung??<\/strong> f\u00fcr die Oman Visen ab, schliefen im Park und besichtigten am n\u00e4chsten Tag die kleine Insel Hormuz. Ich nenne sie die bunte Fliegeninsel.<br \/>\nDie Insel hat einen Umfang von ca 20 km und ist bekannt f\u00fcr bunte Felsen. Gr\u00fcn, rot, braun, schwarz, wei\u00df und lila entdeckte ich.<\/p>\n<p>Doch die Fliegen trieben uns an, die Insel doch schnell wieder zu verlassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_42280962963400_20181123_221616261_31078216727_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_42180294486095_20181123_221435592_46017160661_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_42122099755388_20181123_221337398_45105692445_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_41879853038084_20181123_220935151_44201701590_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_41269831967119_20181123_215325986_45105762645_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/lrm_export_40874464928937_20181123_214650619_45293162264_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>In Bandar Abbas konnten wir, warum auch immer, die F\u00e4hre nach Sharjah bei Dubai, nicht am selben Tag, also Mittwoch, nehmen. Erst am Sonntag. Wir gingen in ein Hotel f\u00fcr 6 Dollar die Nacht. Die Kosten sind f\u00fcr das Zimmer, also nicht pro Person.<br \/>\nAli wollte uns besuchen und ist 20 Stunden mit seinem Auto angereist. Somit verbrachten wir die letzten Tage im Iran mit Ali zusammen. Wir lie\u00dfen unsere R\u00e4der checken, ich wechselte meine Kette. Dennoch muss ich sp\u00e4ter eh die Kettenbl\u00e4tter hinten austauschen. Nach \u00fcber 12000 km sind die nicht mehr so gut. Aber die Shimano SLX hat sehr gut gehalten bis jetzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/32146398538_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/44201749110_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Schon mal bunte K\u00fccken gesehen? Ist ein Kinderspielzeug. Das Kind sucht sich welche aus, die kommen dann noch lebendig in die Plastikt\u00fcte und das Kind spielt zu Hause damit. Mir drehte sich der Magen um, als ich das sah<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/img_20181122_122454_45098436225_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Ein Junge und ein M\u00e4dchen sa\u00dfen auf dem B\u00fcrgersteig und warteten auf Leute, die sich f\u00fcr ein wenig Geld auf ihre Waage stellten. Das sieht man oft im Iran, damit verdienen die Kinder etwas Geld. Die meisten kommen aus anderen L\u00e4ndern.<br \/>\nAls wir im Minimarkt waren, kam das M\u00e4dchen an und zeigte auf etwas S\u00fc\u00dfes. Ali fragte, wo sie herk\u00e4me. Aus Afghanistan, sagte sie. Wir kauften f\u00fcr sie das gro\u00dfe Paket. So ein L\u00e4cheln habe ich selten erlebt. Sie h\u00fcpfte fast vor Freude und konnte es \u00fcberhaupt nicht erwarten, bis es offen war. Ihre Beine konnten nicht still stehen, als sie auf die Schere wartete, die das Paket \u00f6ffnen sollte. Als es dann endlich offen war, gab sie zuerst etwas den Br\u00fcdern, dann nahm sie sich. Dann kam sie zu mir, guckte mich an und sagte in einer Sprache, die ich nicht kenne , Dankesch\u00f6n, dabei l\u00e4chelte sie vor Freude. Jemanden so eine Freude zu machen, dann mit so einer Kleinigkeit, das ist fast nur bei Kindern m\u00f6glich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lukasadrian.net\/wp-content\/gallery\/12-2-iran\/45988551992_o.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr die F\u00e4hre bezahlten wir ca. 35 Dollar. Wir entschieden uns f\u00fcr die Business Comfort Klasse. Die Business Klasse hat zu viele Betten in einem Raum. Economy ist ganz ohne Betten. Aber egal welche Business Klasse man genommen hat, es kam auf dasselbe heraus.<br \/>\nMein Restgeld, ein paar Dollar gab ich Ali, damit er das an die Kinder auf der Strasse verteilen kann.<\/p>\n<p>Nach viel Chaos, die Iraner kennen keine Warteschlangen, hin und her und Unlogik in der Organisation kamen wir in die gro\u00dfe Wartehalle. Dort gab es 2 Stromausf\u00e4lle. Die F\u00e4hre legte auch 4 Stunden sp\u00e4ter als geplant ab, da es ein Gewitter gab. Oder lag es an der \u00fcberraschenden Ebbe? Mich w\u00fcrde auch das nicht wundern. Das wurde n\u00e4mlich auch gemunkelt.<\/p>\n<p>Wir hatten eine Kabine zur Zweit. 12 Stunden sp\u00e4ter waren wir in Sharjah. Ich habe aber sowas von gut geschlafen.<br \/>\nAls die F\u00e4hre ankam, war dann nach fast 3 Monaten endg\u00fcltig Schluss mit dem Iran.<br \/>\nEin tolles Land mit H\u00f6hen und Tiefen.<\/p>\n<h3><strong>Fazit<\/strong><\/h3>\n<p>Mein Fazit ist, dass die Menschen hier einfach toll sind. Gerne erz\u00e4hlen sie etwas \u00fcber ihre wirklich alte und stolze Geschichte. Sehr gastfreundlich und auch recht locker. Einige singen laut auf ihren Mofas vor sich hin, herrlich. Immer wieder habe ich mir kleine Sp\u00e4\u00dfe erlaubt oder deren Begr\u00fc\u00dfungen waren oft ebenfalls lustig. Ein nettes How are you, mehr k\u00f6nnen viele auf Englisch nicht. Wenige sind sch\u00fcchtern. Wenn die auch nur 3 W\u00f6rter auf Englisch k\u00f6nnen, sagen sie sie einfach, ohne sich zu sch\u00e4men. Immer dabei ein L\u00e4cheln im Gesicht. Noch jetzt muss ich bei dem Gedanken daran lachen. Noch kein so lockeres Volk erlebt. Obwohl vielleicht die Rum\u00e4nen, aber da war ich zu kurz.<br \/>\nDie islamische Gastfreundlichkeit und Lockerheit werde ich auf jeden Fall in meine eigene Pers\u00f6nlichkeit einpflegen.<br \/>\nIch werde die Thank You, Hello Hello Hello, Misterrr, how arrrre you, etc Rufe vermissen. Dabei echt immer ein L\u00e4cheln im Gesicht.<\/p>\n<p>Kinder tragen sehr fr\u00fch Verantwortung und lernen sehr fr\u00fch f\u00fcrs Leben. 15 j\u00e4hrige oder gar j\u00fcngere sitzen f\u00fcr den Papa im Gesch\u00e4ft und verkaufen Obst und Gem\u00fcse. 13 j\u00e4hrige bringen die Mama mit dem Roller irgendwo hin. Kinder lernen auch, wenn die Erwachsenen Gesch\u00e4fte f\u00fchren. Sie h\u00f6ren einfach zu. Ist es besser oder schlechter, kann ich nicht beurteilen. Aber das deutsche System ist eh eine Katastrophe. Somit m\u00fcsste es hier besser sein? Oder nur anders? Aber, ich bin noch vorsichtig, was ich sage. Es ist halt nur meine aktuelle Sicht.<\/p>\n<p>Landschaft wundersch\u00f6n. Nat\u00fcrlich gibt es h\u00e4ssliche Orte, wo nur Bauschutt, M\u00fcll oder Langeweile ist. Dennoch hat der Iran wirklich viel zu bieten. Dschungel, W\u00fcste, Berge, viel Schnee im Winter und im S\u00fcden Meer und immer Sommer.<\/p>\n<p>M\u00fcll ist wie in den meisten L\u00e4ndern ein Problem, f\u00fcr mich zumindest. Der Papa bzw Verk\u00e4ufer gibt dem kleinen Jungen eine Dose, damit er die den Berg runter schmei\u00dft. Anstatt mal einen M\u00fclleimer hinzustellen. Plastikbecher auf den Boden geworfen. Ein M\u00fcllsack kann mal im Geb\u00fcsch landen.<br \/>\nPlastik \u00fcberall, im Meer, am Strand, im Wald, M\u00fcllhaufen, so viele. F\u00fcr eine Flasche Wasser wird eine T\u00fcte genommen. Der Iran verm\u00fcllt total.<br \/>\nLiebe Iraner, h\u00f6rt mit der Schei\u00dfe bitte auf!<br \/>\n\u00dcbrigens, Deutschland ist da auch nicht so toll, Recycling funktioniert kaum mit Plastik. Aber Hauptsache billig. Somit verm\u00fcllt auch Deutschland, nur, man sieht es nicht so wie im Iran. Serbien, da war doch das Naturschutzgebiet mit den unz\u00e4hligen Flaschen am Strand, ach, immer dasselbe. Danke Industrie, Danke an die nicht disziplinierten! Ich will nur sagen, dass das ein gewaltiges globales Problem ist. Doch langsam bewegt sich zum Gl\u00fcck was, ich hoffe das erreicht auch andere Nationen.<\/p>\n<p>Sprit ist billig (4 Cent f\u00fcr Diesel ungef\u00e4hr), so sehen auch die Gro\u00dfst\u00e4dte aus: Smog, dass es in den Augen brennt.<\/p>\n<p>Macht also weiter, dann h\u00fcpfen bald keine Delphine mehr hier.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnschte mir, dass der Iran, eines der reichsten L\u00e4nder der Welt (haben sehr viel \u00d6l, Gas und Gold), eine neue Regierung bekommt. Die Menschen sind ungl\u00fccklich und arm.<br \/>\nAu\u00dferdem sollen die Iraner bitte auf ihren M\u00fcllhaufen, also ihre Landschaft und die Tiere achten. Es tut mir sehr weh, dass so ein wundersch\u00f6nes Land im M\u00fcll versinkt.<\/p>\n<p>Alle Fotos zu dem Beitrag hier: <a href=\"https:\/\/lukasadrian.net\/index.php\/nggallery\/alles\/12-2---Iran?page_id=2436\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/lukasadrian.net\/index.php\/nggallery\/alles\/12-2&#8212;Iran?page_id=2436<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das sch\u00f6nste an Shiraz war die Fahrt aus Shiraz raus. Wir kamen aus Bandar Abbas an, schliefen gut im Bus, also fast die ganzen 9 Stunden. Ich bekam in einer Fr\u00fchst\u00fccksbar mein Omelett zum Fr\u00fchst\u00fcck und die Fahrt aus der Stadt, naja, dauerwinken war angesagt. Wir wurden sogar zum Reiten auf einem Pferd animiert. 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