#19 – Iran, Dschungel, Eindrücke und Menschen

Nun ist also der Iran dran, mit Deutschland zusammen das 12. Land meiner Reise.
Da die Grenze renoviert wird, empfand ich die Baustellenhäuser, die als Büro dienen und die überall anstehenden Menschen als sehr chaotisch. Es liefen einige nervende Kinder herum, die respektlos Geld und immer wieder an die Räder wollten. Während Michael die Stempel holte, spielte ich halt Aufpasser. Mehrmals wollten Leute auch Dollar wechseln, ich musste jedes Mal ablehnen. Da Mittagspause war, dauerte die Prozedur insgesamt vielleicht 1 Stunde.
Dann waren wir endlich im Iran! Wir machten kurz nach der Grenze erst einmal Rast und aßen etwas. Es kam ein Auto vorbei mit einigen Leuten, die dort auch ihre Siesta halten wollten. Nach einer kurzen Unterhaltung hatten wir in Urmia einen Schlafplatz, der uns von einem Arbeiter, der deutsch sprach, angeboten wurde.
Wir fuhren weiter durch ein wunderschönes Tal, an einem Fluss entlang, mit Haarnadelkurven, als wir 20 min später angehalten wurden. Eine Frau wollte ein Foto mit uns und gab gleich ihre Telefonnummer raus. Falls wir in Teheran Probleme hätten, einfach anrufen. Sie sprach fließend englisch.

WOW, das soll der Iran sein? So nett die Menschen?

Einige km weiter gab es den ersten Çay Tee. Siehe da, die Teebecher sind größer! Wir hofften, dass sie kein Geld für den Çay haben wollten, wir hatten nämlich nichts. War aber kostenlos zum Glück.
Interessent sind auch die riesigen Schilder mit u. a. „USA is the real terrorist.“

Schlafplatz suchen war angesagt.

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#18 – Türkei, Diyarbakır, Van und Fazit

Nach 2 1/2 Monaten rückt der Abschied von der Türkei immer näher. Ich werde mir mal am Ende des Beitrags ein Fazit erlauben.

Wir fuhren los aus Adiyaman und wollten wieder zum Nemurt. Es war richtig heiß, wie wir das selten erlebt haben. Als ich kurzfristig auf das Thermometer blickte, fiel die Temperatur durch den Fahrtwind rapide. Bei gemütlichen 52 Grad konnte ich noch schnell ein Foto schießen.

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#16 – Türkei, Istanbul bis Antalya

Uns juckte es unglaublich in den Beinen und wir wollten endlich mal wieder in der Natur zelten und unterwegs sein. Obwohl sich Istanbul einerseits zum Schluss hin gezogen hat, werde ich es vermissen. Dennoch, es gibt noch so viele tolle Orte.

Es ging raus aus Istanbul, über eine Küstenstraße, die mich stark an Hollywood erinnerte. Eine breite Straße für Autos, ein breiter grüner Streifen aus Gras, Palmen und Sportanlagen und halt das Meer. Nicht dass ich zu viel Fernsehen gesehen habe, aber es fehlten nur noch die dicken Autos mit den Stars, dann wäre ich in Californien.

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#15 Istanbul

Die Fahrt mit der Fähre (ca. 180 km, ca. 50 km/h schnell) zog sich und war langweilig. Als wir nach 2 1/2 Stunden ankamen, war es bereits 21 Uhr und dunkel draußen.

Nach knapp über 4400 km war mein erstes großes Etappenziel erreicht! Jaaaa, ich war so was von aufgeregt, voller Freude und auch stolz auf mich selbst!

Wir gingen mit den Rädern raus und ich hörte plötzlich jemanden meinen Namen rufen. Mein alter Kollege Cem erwartete uns schon, tolle Überraschung. Wir redeten nicht viel, er sagte uns wie und wo wir weiter fahren müssten. Mit den Rädern am Meer entlang zur nächsten Fähre und dann in den asiatischen Teil Istanbuls (Kadiköy) rüber. Von dort wäre es nicht mehr weit.

Mein erster Eindruck war unglaublich, da ich noch nie so eine Stadt gesehen habe: Alles beleuchtet, sehr viel Leben auf den Strassen, ach, ich wusste nicht was ich sagen oder fühlen sollte, ich war positiv erdrückt, obwohl ich kein Fan von großen Städten bin. Aber irgendwie freut mich fast alles auf meiner Reise.

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